Optimale Mietverträge so beugen Sie als Vermieter Haftungsrisiken vor

In der letzten Beratungsstunde erkundigte sich ein Vermieter, ob er seine Mieter im Mietvertrag zum Abschluss einer Hausrats- und einer Haftpflichtversicherung verpflichten kann.

Dies wäre sinnvoll: Eine Hausratversicherung schützt den Versicherungsnehmer, also den Mieter vor Schäden aus Einbruchs-Diebstahl, Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasserschäden und Sturm. Versichert ist der gesamte Hausrat. Für Sie als Vermieter entfaltet eine Hausratsversicherung des Mieters keine Schutzwirkung.

Eine private Haftpflichtversicherung dagegen, deckt durch Mieter verursachte Schäden ab, die an Fußböden, Decken, Mauerwerk oder am Hausrat anderer Mieter entstehen können, beispielsweise durch von Mietern verursachte Wasserschäden.

Jedoch: Als Vermieter können Sie nicht ohne weiteres fordern, dass Ihre Mieter eine Haftpflichtversicherung abschließen. Steht eine derartige Klausel in einem Formularmietvertrag, ist sie leider unwirksam. Eine individuelle Aushandlung dieser Verpflichtung mit einem einsichtigen Mieter ist dagegen möglich und sinnvoll.

Übrigens: Die Hausratversicherung des Vermieters müssen Mieter nicht zahlen, auch nicht über die Betriebskostenabrechnung. Lediglich die Kosten der Sach- und Haftpflichtversicherungen für das Mietshaus sind Betriebskosten, die von Ihnen in die jährliche Betriebskostenabrechnung eingestellt werden können.

Quelle: Vermieter-Telegramm, 30.04.2015. Das Vermieter-Telegramm ist ein wöchentlicher E-Mail-Newsletter von gevestor-immobilien.de