Staffelmiete – wer staffelt eigentlich was?

in letzter Zeit mehren sich die Anfragen zu Mieterhöhungen. Ich erkläre Vermietern stets vier grundsätzliche Möglichkeiten:

  • Mieterhöhung wegen Modernisierungsmaßnahmen
  • die Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete
  • die Index-Miete
  • die Staffelmiete

Nun wollte es ein Vermieter genauer wissen und eine Staffelmiete im Mietvertrag vereinbaren. Wie geht das? Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. In § 557 a BGB ist die Staffelmiete geregelt. Danach kann die Miete für bestimmte Zeiträume in unterschiedlicher Höhe schriftlich vereinbart werden.

Dabei ist die jeweilige Miete oder der jeweilige Erhöhungsbetrag zu nennen. Wichtig: Die Miete muss mindestens ein Jahr unverändert bleiben. Außerdem ist während der Laufzeit eine „normale“ Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete ausgeschlossen.

Das Problem bei Abschluss einer Staffelmiete ist regelmäßig, auf Jahre im Voraus die Mietentwicklung vorherzusehen. Insbesondere, wenn die Staffelmiete die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20% überschreitet, kann schon eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat vorliegen. Andererseits sind bei den derzeit explodierenden Mieten diese Probleme wohl nicht angebracht.

Also: Die Staffelmiete kann eine gute Alternative für Ihre Mieterhöhungen sein.

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Quelle: Vermieter-Telegramm, 23.01.2013. Das Vermieter-Telegramm ist ein wöchentlicher E-Mail-Newsletter von gevestor-immobilien.de